In den 80er Jahren widmete sich der RBN Solingen zunächst sehr stark der Renaturierung der "Ohligser Heide". An unzähligen Samstagen beseitigte die Aktivengruppe des RBN Fichtenabraum und Nadelbelag, schloss Entwässerungsgräben und legte Tümpel an, damit sich die unterschiedlichen Vegetationsstrukturen wieder regenerieren und die dort ursprünglich heimische Flora und Fauna neu entfalten konnte. Seit einigen Jahren hat nun die Biologische Station "Mittlere Wupper" die Betreuung des Naturschutzgebietes übernommen und organisiert und koordiniert seitdem in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Solingen sowohl Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen als auch die Öffentlichkeitsarbeit. Der RBN ist in der Ohligser Heide nur noch sporadisch tätig.
Parallel zur Heiderenaturierung initiierte der RBN die Kopfweidenpflege auf Solinger Gebiet. Die aus Weichholz bestehenden Bäume, die früher von den Landwirten "abgeerntet" wurden, brechen bei ausbleibender Pflege auseinander und gehen somit unzähligen Kleintieren, Insekten und Vögeln als Nahrungs- und Wohnraum verloren. Für die jahrelange Kopfweidenpflege, erhielt unsere Aktivengruppe 1988 den Umweltschutzpreis der Stadt Solingen. Inzwischen wurden ca. 350 Bäume zur weiteren Betreuung an die Stadt Solingen übertragen, womit eine flächendeckende Pflege in Solingen gewährleistet ist. An einigen Standorten, z. B. im Blumental, führen wir aber auch noch in eigener Regie Kopfweidenschnitte durch.
Zur typischen bergischen Landschaft gehörten einst artenreiche Tal- und Hangwiesen, die vom Frühjahr bis zum Spätsommer der Tierwelt einen reich gedeckten Tisch präsentierten. Durch Überbauung (Straßen, Industrieansiedelungen, Wohnbebauung, Freizeitgelände usw.) sowie durch Strukturveränderungen in der Landwirtschaft hat sich diese Vielfalt stark reduziert. Um einige der letzten artenreichen Feuchtwiesen vor dem Brachfallen zu bewahren, mähen wir diese Flächen einmal im Jahr mit Balkenmäher und Sense. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass sich die Wiesen zu artenarmen Beständen entwickeln, in denen einige wenige dominante Arten wie Adlerfarn, Japanknöterich oder Brennessel vorherrschen. An der Sengbachtalsperre, in Untenrüden und im Blumental haben wir Flächen in Pflege. Die Geländearbeit macht - insbesondere bei schönem Wetter - sehr viel Spaß, erfordert jedoch einen langen Atem und viele ehrenamtliche Helfer, denn nur durch Kontinuität ist diese Arbeit erfolgreich.
Um Amphibien, Libellen sowie anderen wasserabhängigen Tieren und Pflanzen neue Lebensräume zu bieten, schufen RBN-Mitglieder durch Handarbeit Tümpel - fernab stark befahrener Straßen. So konnten wir in den Bereichen Untenrüden, Schmidtskotten, Blumental, Rathland, Unten zum Holz und im Naturschutzgebiet "Ohligser Heide" durch Anlage von Tümpeln vielen bedrohten Arten helfen. Für diese Arbeit kann man besonders Kinder, Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene motivieren.
Zur Zeit widmen wir uns verstärkt der Nachpflanzung von Obstbäumen. So versuchen wir, in Form einer Obstbaumerfassung einen Überblick über den Restbestand an Obstwiesen zu bekommen, um anschließend gezielt Eigentümer und Pächter auf die Notwendigkeit von Nachpflanzungen anzusprechen. Im Frühjahr 2002 haben wir - in Zusammenarbeit mit den Eigentümern - zehn Bäume gepflanzt. Weitere Aktionen im Herbst 2002 und Frühjahr 2003 sind bereits geplant.