Kulturgut Obstwiese erhalten!

Seit Jahrhunderten prägen Obstwiesen mit ihren alten Sorten die Kulturlandschaft des Bergischen Landes. Äpfel, Birnen und weitere Baumfrüchte waren - als wichtiger Bestandteil der Nahrung - für die Selbstversorgung der Menschen äußerst wichtig. Zur Sicherung jährlich guter Erträge wurden die Bäume regelmäßig geschnitten. Zudem dienten die Obstwiesen als Weidegrund für das Vieh. Infolge des Strukturwandels, insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, verlor die Selbstversorgung praktisch an Bedeutung und mit ihr die wirtschaftliche Bedeutung der Obstwiesen. Durch Ausweitung der Siedlungs- und Industrieflächen Umwandlung in landwirtschaftlich intensiv genutzte Flächen ging der Bestand der artenreichen, landschaftsprägenden Obstwiesen stark zurück. Der Zustand der heute noch vorhandenen Obstbaumbestände reicht von wenigen gut gepflegten und daher vitalen bis hin zu stark brach gefallenen und überalterten Beständen.

Der "Arbeitskreis Obstwiesen Bergisches Städtedreieck", in dem der RBN aktiv vertreten ist, hat sich zum Ziel gesetzt, den Lebensraum "Obstwiese" wieder mehr in das Bewusstsein der Remscheider, Solinger und Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger zu rücken und dies zum Erhalt ihrer Obstwiesen zu motivieren. Weitere Information zum Arbeitskreis und zum Thema finden Sie unter www.bsmw.de.

Naturschützer schätzen, dass gegenwärtig nur noch ein Zehntel der ehemaligen Streuobstbestände vorhanden sind. Wenn diese Entwicklung anhält, werden voraussichtlich in 10 bis 15 Jahren keine Obstwiesen im Bergischen Land mehr zu finden sein.

 

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